Praxisbeispiel: Priorisierung als zentrale Herausforderung für Führungskräfte

Ausgangssituation: Strategische Projekte bleiben im Tagesgeschäft stecken

Das Unternehmen befindet sich in einem kontinuierlichen Wachstums- und Entwicklungsprozess. Neue Märkte, innovative Produkte und Prozesse, digitale Transformation und steigende Kundenanforderungen sorgten für eine stetig wachsende Komplexität im Führungsalltag.

 

Die Führungskräfte standen vor einer Doppelbelastung: Einerseits mussten sie das operative Tagesgeschäft sicherstellen, andererseits strategische Projekte vorantreiben. Das führte zu einer Überforderung und Priorisierungsschwierigkeit, die dazu beitrug, dass wichtige strategische Initiativen zu langsam oder gar nicht umgesetzt wurden.

 

Die zentrale Frage lautete daher: Wie können Führungskräfte lernen, Prioritäten richtig zu setzen – und sowohl kurzfristige Aufgaben als auch langfristige Projekte erfolgreich steuern?

Frau steht vor einem Flipchart und erklärt Inhalte, mehrere Personen sitzen und hören in einem Besprechungsraum zu.

Unser Vorgehen: Kontext verstehen, Ursachen erkennen, Führung stärken

1. Analyse von Kontext und Führungssituation

Im ersten Schritt analysierten wir die Zielvorstellungen, Rahmenbedingungen und den aktuellen Entwicklungsstand des Unternehmens. Ebenso betrachteten wir die individuelle Situation der Führungskräfte und ihre Arbeitsumgebung. Denn Priorisierung ist keine reine Planungstechnik – sie hängt immer von Kontext, Kultur und Person ab.

 

In Gesprächen, Betriebsbegehungen und Projektvorstellungen zeigte sich schnell: Herausforderungen wie unklare Zieldefinitionen, mangelnde Transparenz, Zeitdruck und Kommunikationsdefizite verhinderten eine wirksame Priorisierung. Zudem waren einige Führungskräfte neu in ihrer Rolle oder fachlich stark, aber in der Führungsfunktion noch unerfahren.

2. Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung

Ziel war es, alle Führungskräfte mitzunehmen und in ihrer Führungs- und Managementrolle gezielt zu stärken. Dazu wurden verschiedene Formate kombiniert:

 

  • Einzelgespräche zur Reflexion der individuellen Führungsrolle
  • Workshops zur Priorisierung und Steuerung strategischer Projekte
  • Trainings zur Entwicklung von Zeitmanagement-, Entscheidungs- und Kommunikationskompetenzen

Besonderes Augenmerk lag darauf, wie Führungskräfte operative und strategische Aufgaben in Einklang bringen können. Sie lernten, Projekte vom Ziel her zu denken, strukturierte Entscheidungsprozesse zu etablieren und agil auf Veränderungen zu reagieren.

Ergebnis: Strategische Projekte erfolgreich priorisiert und umgesetzt

Durch die gezielte Arbeit an den Führungskompetenzen konnten die strategischen Projekte schrittweise in die gewünschte Richtung gelenkt werden. Die Führungskräfte gewannen an Klarheit, Struktur und Entscheidungssicherheit.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

  • Bessere Priorisierung zwischen Tagesgeschäft und strategischen Aufgaben
  • Höhere Transparenz und Kommunikation innerhalb der Projekte
  • Früherkennung von Risiken und Hürden durch regelmäßigen Austausch
  • Agilere Steuerung von Projekten und Teams
  • Nachhaltige Entlastung der Führungsebenen

Die strategischen Projekte wurden vom Ende her gedacht, klar strukturiert und gleichzeitig flexibel genug gestaltet, um auf neue Entwicklungen zu reagieren. Die Transparenz zwischen den Projektteams nahm zu, wodurch Fehlentwicklungen früh erkannt und gegengesteuert werden konnte. Am Ende konnte eine Wachstumsblockade erfolgreich aufgelöst werden – die Führungskräfte steuern heute mit größerer Sicherheit, klareren Prioritäten und mehr Gelassenheit.

Unser Kunde sagt:

„Mir ist deutlich geworden, wie wichtig zu Beginn die eindeutige Klärung und Priorisierung des Arbeitsauftrags durch die Geschäftsleitung ist.“

„Mich hat zu Beginn überrascht, welch hohes Gewicht die Projektdefinition hat. Aber genau diese Unsicherheit hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass wir manchmal endlose Diskussionen in den Projekten hatten.“

„Ich gehe jetzt selbstbewusster auf die Geschäftsleitung zu, wenn es darum geht die Prioritäten zu abzustimmen.“

Teilnehmer des Trainings und Coachings

Fazit: Priorisierungskompetenz als Schlüssel von Führung

Das Praxisbeispiel zeigt deutlich: Die Priorisierung ist eine der größten Herausforderungen für Führungskräfte in wachsenden Unternehmen. Wer sie meistert, schafft die Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg.

 

Durch die Kombination aus Kontextanalyse, individueller Entwicklung und systemischer Unterstützung gelang es,

 

  • strategische Ziele zu realisieren,
  • das operative Geschäft zu stabilisieren,
  • und Führung als verbindende Funktion im Unternehmen neu zu verankern.

Priorisieren heißt: Wirkung vor Aufwand, Klarheit vor Aktivismus, Führung vor Funktion.

 

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