Praxisbeispiel: Aufbau QMS und Prozessoptimierung
Ausgangssituation:
Koch Technology aus Ostwestfalen ist ein führender Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen für die Möbelindustrie – mit rund 150 Mitarbeitenden und einem Vertriebsstandort in den USA. Mit dem Wachstum des Unternehmens stieg auch die Komplexität der Auftragsplanung und -steuerung. Es fehlte eine strukturierte Grundlage, die Fertigung und Vertrieb wirtschaftlich transparent steuert und Entscheidungen auf einer belastbaren Datenbasis ermöglicht.
Unser Vorgehen:
Ziel war es, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen, das nicht als bürokratisches Regelwerk wirkt, sondern als wirtschaftliches Steuerungsinstrument – für die Produktionsgesellschaft ebenso wie für den Vertriebsstandort in den USA. Ein zentrales Element dabei war die Entwicklung eines Instruments zur Deckungsbeitragssteuerung, das Kostentransparenz bei der Auftragsplanung schafft und wirtschaftliche Entscheidungen in der Produktion gezielt unterstützt.
Ausgangspunkt unserer Beratung für den Aufbau eines QMS ist immer, ein systemisches Verständnis zu entwickeln. Ein QMS sichert die Qualität von heute und hat die Aufgabe, die Qualität nachhaltig und kontinuierlich zu verbessern. Mittels der Prozesslandkarte wurden zunächst alle Qualitäts-relevanten Prozesse identifiziert, eingeordnet und in Beziehung gesetzt. Anschließend wird der zentrale Wertschöpfungsprozess betrachtet. Ausgehend vom Geschäftsmodell: “Welchen Wert schafft das Unternehmen genau?” wird der Kernprozess ausgehend vom Kunden aus analysiert, optimiert und präzise definiert.
Präzise heißt für uns nicht, sich immer mehr in Details zu verlieren. Oftmals eher im Gegenteil: Wie viele Freiheitsgrade braucht der Prozess, um einerseits sein Qualitätsziel zu erreichen und auch gleichzeitig wie viel Freiraum, um Flexibilität und schnelles Handeln nicht zu ersticken?
Das macht die Definition von Prozessen zunächst etwas aufwändiger, garantiert aber, dass hinterher das QM auch gelebt wird, ohne dass ein Paralleluniversum entsteht, weil der Alltag sich nicht in jedem Fall in standardisierte Prozesse gießen lässt.
Nach denvon uns begleiteten internen Audits wurde das Zertifizierungsaudit mit Erfolg bestanden.
Ergebnis:
Das Ergebnis: eine klar strukturierte Fertigungssteuerung mit zentraler Steuerungslogik – und ein QMS, das im Alltag wirksam ist, weil es wirtschaftlich denkt.
- Termintreue signifikant gesteigert (Verzug von 6 auf 2 Wochen reduziert)
- Flexibilität zwischen Montage und Fertigung deutlich erhöht, Lagerbestände reduziert
- Über eine Deckungsbeitragssteuerung die die Wirtschaftlichkeit der Fertigung erhöht
Hier geht es zu zwei Praxisbeispielen zum Aufbau von QM-Systemen: Pro-f und Bremicker.
Das sagte Rüdiger Koch:
"Wir hatten immer wieder mit den Fertigstellungsterminen zu kämpfen. Aufgrund der hohen Variantenvielfalt unseres Sortiments waren unsere Abläufe fehleranfällig. Immer wieder liefen Aufträge zeitlich aus dem Ruder. Im Rahmen der Einführung des QMS haben wir alle Prozesse geprüft und überarbeitet und den Lauf der begleitenden Dokumentation optimiert. Dadurch haben wir Fehler und Nacharbeitszeiten deutlich reduzieren können."
Rüdiger Koch, geschäftsführender Gesellschafter